Zusätzliche Ganzhirnbestrahlung verlängert das Überleben bei NSCLC mit Hirnmetastasen.

  • Chen CH & al.
  • Cancers (Basel)
  • 31.07.2019

  • von Craig Hicks
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Zusätzliche Ganzhirnbestrahlung (WBRT) zur Therapie mit anti-epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor-Tyrosinkinaseinhibitoren (EGFR-TKIs) verlängerte signifikant das Überleben von Patienten mit EGFR und Hirnmetastasen bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).

Warum das wichtig ist

  • Weil Behandlungen sich weiter entwickeln und das Überleben sich verbessert, haben Bedenken hinsichtlich der neurokognitiven Toxizität die Debatte um die Rolle der WBRT zur Behandlung von Hirnmetastasen bei NSCLC geschürt.

Studiendesign

  • Studie mit 141 Patienten mit EGFR und NSCLC-assoziierten Hirnmetastasen, die EGFR-TKIs erhielten; 94 (66,7%) unterzogen sich zusätzlich einer WBRT.
  • Das durchschnittliche Follow-up war 20,3 Monate.
  • Finanzielle Förderung: Kaohsiung Medical University Hospital; Ministry of Science and Technology, Taiwan.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das 1-Jahres-Gesamtüberleben war unter TKI+WBRT größer als unter alleiniger TKI-Therapie (81,9% vs. 59,6%; p=0,002).
  • Das durchschnittliche Gesamtüberleben (OS) nach Diagnose von Hirnmetastasen betrug:
    • 14,3 Monate für TKI+WBRT (95% KI 9,5-18,3) und
    • 2,3 Monate für die alleinige TKI-Therapie (95% KI 2,0-2,6).

Einschränkungen

  • Retrospektives, monozentrisches Design.
  • Der OS-Endpunkt korreliert möglicherweise nicht mit der Tumorresponse.