Zusammenhang zwischen viszeralem und Oberschenkelfett und aggressivem Prostatakarzinom festgestellt

  • Dickerman BA & al.
  • Cancer
  • 10.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Spezifische Fettdepots, der BMI und der Taillenumfang werden mit einem Risiko für fortgeschrittene/tödlich verlaufende Prostatakarzinome assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für die Lebensweise betreffende Interventionen, die auf einen Fettverlust abzielen und optimale Prostatakarzinomergebnisse fördern.

Studiendesign

  • 1.832 Männer der Studie AGES-Reykjavik („Alter, Gen-/Umweltsuszeptibilität-Reykjavik“), die sich CT-Scans zur Beurteilung der Fettablagerung unterzogen.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Nachbeobachtungszeitraum (Median: 10,1 Jahre) wurden 172 Teilnehmer mit Prostatakarzinom diagnostiziert.
  • 31 prostatakrebsspezifische Todesfälle wurden während eines medianen Nachbeobachtungszeitraums von 10,4 Jahren gemeldet.
  • Viszerales Fett und Unterhautfettgewebe im Oberschenkel wurden mit einem Risiko für fortgeschrittene bzw. tödlich verlaufende Prostatakarzinome assoziiert (aHRpro Zunahme der Standardabweichung [SD] um 1: 1,31 [95 %-KI: 1,00–1,72] bzw. 1,37 [95 %-KI: 1,00–1,88]).
  • Ein höherer BMI wurde mit einem signifikanten Risiko für eine fortgeschrittene Erkrankung assoziiert (aHRpro Zunahme um 5 kg/m2: 1,52, 95 %-KI: 1,02–2,27).
  • Ein größerer Taillenumfang wurde mit einem erhöhten Risiko für ein fortgeschrittenes (aHRpro Zunahme der SD um 1: 1,40, 95 %-KI: 1,04–1,89) bzw. tödlich verlaufendes Prostatakarzinom (aHRpro Zunahme der SD um 1: 1,45, 95 %-KI: 1,01–2,07) assoziiert.
  • Bei Männern mit einem BMI von 2 wurde abdominales viszerales Fett mit einem Risiko für fortgeschrittene und tödlich verlaufende Prostatakarzinome assoziiert.

Einschränkungen

  • Die Veränderungen im Verlauf der Zeit wurden nicht festgehalten.