Zusammenhang zwischen längeren Arbeitszeiten und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Personen, die mehr Stunden arbeiten, haben ein erhöhtes Risiko, Vorhofflimmern (AF) zu entwickeln, besagt eine neue, im European Heart Journal veröffentlichte Forschungsarbeit. 

Nach Analyse der Daten von mehr als 85.000 Männern und Frauen aus dem Vereinigten Königreich (UK), Dänemark, Schweden und Finnland, die an der Gemeinschaftsstudie Individual Participant Data Meta-analysis in Working Populations (IPD-Work [„Individuelle Teilnehmerdaten-Metaanalyse in arbeitenden Populationen“]) teilnahmen, wiesen jene, die 55 Stunden oder mehr arbeiteten, verglichen mit Personen, die in einer normalen Woche 35–40 Stunden arbeiteten, eine um ca. 40 % höhere Wahrscheinlichkeit auf, in den folgenden 10 Jahren AF zu entwickeln. Die Bereinigung um potenzielle konfundierende Faktoren wie Adipositas, risikoreicher Alkoholkonsum und Hypertonie hatte wenig Auswirkungen auf diesen Zusammenhang. 

Neun von 10 Fällen von AF traten bei Personen auf, die keine vorbestehenden oder gleichzeitigen kardiovaskulären Erkrankungen hatten. Der leitende Autor Professor Mika Kivimaki von der epidemiologischen Fakultät am University College London sagte, das Ergebnis deute darauf hin, dass das erhöhte Risiko wahrscheinlich die Auswirkungen von langen Arbeitszeiten anstatt die Auswirkungen einer vorbestehenden oder gleichzeitigen kardiovaskulären Erkrankung widerspiegelt. Weitere Forschung werde aber benötigt, um die beteiligten Mechanismen zu verstehen.