Zurückgezogene Behauptung: Refluxtherapie reduziert Ösophaguskarzinom

  • JAMA Oncol

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein statistischer Fehler unterminiert einen früheren Artikel, in dem behauptet wird, dass bei Patienten, die sich einem operativen Eingriff zur Bekämpfung des Reflux oder einer Behandlung für eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) unterziehen, das Risiko für ein ösophageales Adenokarzinom nach und nach abnehme und schließlich auf das Niveau der Allgemeinbevölkerung sinken würde.

Warum das wichtig ist

  • Die neue statistische Analyse kam zu anderen Ergebnissen als der Originalbericht und geht nun davon aus, dass weder ein operativer Eingriff noch eine medikamentöse Behandlung sich auf das Risiko für ösophageales Adenokarzinom bei Patienten mit GERD auswirkt.

Studiendesign

  • Wiederholung der statistischen Analyse einer populationsbasierten Kohortenstudie mit 48.414 Patienten mit GERD, die sich einer refluxbekämpfenden Operation unterzogen hatten und 894.492 Patenten, die nur medikamentös behandelt wurden.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Auswertung der Studiendaten ergab, dass innerhalb jeder Verlaufskontrollkategorie nur Personen mit der gesamten Studienzeit innerhalb der Kategorie berücksichtigt worden waren.
  • Der Fehler führte zu einer Unterschätzung der Personenjahre aus früheren Verlaufskontrollkategorien und einer Überschätzung der nachfolgenden Verlaufskontrollkategorien.
  • Eine Reanalyse ergab, dass die neuen standardisierten Inzidenzraten, die mit dem früheren Bericht nicht übereinstimmten, jetzt keine Abnahme des Risikos für ein ösophageales Adenokarzinom über die Zeit mehr zeigten.