Zurückgerufenes Hypertoniemedikament nicht mit erhöhtem kurzfristigem Krebsrisiko verbunden


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Eine beschleunigte Prüfung des Krebsrisikos im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber N-Nitrosodimethylamin (NDMA) über die kürzlich zurückgerufenen Valsartan-Präparate kam zu dem Schluss, dass kein deutlich erhöhtes, kurzfristiges Gesamtrisiko für Krebs besteht. 

Jedoch gab es bezüglich einzelner Krebsdiagnosen ein leicht erhöhtes, nicht signifikantes Risiko für Kolorektal- und Gebärmutterkrebs. 

Im Juli hatten die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) eine Reihe von Valsartan-Präparaten vom Markt eingezogen, nachdem bekannt geworden war, dass einige der vom chinesischen Unternehmen Zhejiang Huahai Pharmaceuticals hergestellten Präparate potenziell mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA) kontaminiert waren, das karzinogene Eigenschaften aufweist. 

Aufgrund aufkommender Bedenken für die öffentliche Gesundheit untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen der Anwendung potenziell kontaminierter Valsartan-Präparate und dem Krebsrisiko bei 5.150 Patienten aus dänischen Gesundheitsregistern, die mindestens 40 Jahre alt waren, keine frühere Krebserkrankung hatten und Valsartan zwischen 1. Januar 2012 und 30. Juni 2018 eigenommen hatten.

Sie stellten fest, dass es, verglichen mit der Exposition gegenüber nicht-kontaminierten Valsartan-Präparaten, keinen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber potenziell NDMA-kontaminiertem Valsartan und Krebs gab.

Bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse im BMJ sagten die Autoren, es würden Studien mit längerer Verlaufsbeobachtung benötigt, um das langfristige Krebsrisiko zu untersuchen.