Zur Senkung des Auftretens von Zervixkarzinomen müssen laut WHO-Agentur vermehrt HPV-Impfungen durchgeführt werden

  • International Agency for Research on Cancer
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  • 04.02.2019

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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„Unbegründete Gerüchte über HPV-Impfstoffe“ verzögern weiterhin unnötigerweise die vermehrte Durchführung von HPV-Impfungen, die gemäß der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) zur Vorbeugung des Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebses) so dringend nötig sind.

Anlässlich des Weltkrebstages zu Beginn dieses Monats gab die IARC eine Erklärung heraus, in der sie die Haltung der Weltgesundheitsorganisation zur HPV-Impfung vollumfänglich befürwortete und bestätigte, dass sie „sicher, wirksam und entscheidend im Kampf gegen das Zervixkarzinom“ ist.

Die neuesten Zahlen der IARC weisen darauf hin, dass 2018 weltweit schätzungsweise 570.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurden, was bedeutet, dass dies die weltweit vierthäufigste Krebserkrankung von Frauen ist.

Jedes Jahr sterben mehr als 310.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, wobei ca. 90 Prozent dieser Todesfälle in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen vorkommen.

Gemäß Projektionen der IARC dürfte die Belastung durch Gebärmutterhalskrebs bis 2040 auf knapp 460.000 Todesfälle pro Jahr ansteigen, sofern nicht umgehend Präventionsmaßnahmen umgesetzt werden – eine Zunahme um fast 50 Prozent gegenüber der geschätzten Zahl an Todesfällen im Jahr 2018.

Die größte relative Zunahme wird ebenfalls Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen betreffen, wo laut IARC große Herausforderungen bei der Umsetzung von HPV-Impfprogrammen und effizienten Screening- und Kontrollrichtlinien bestehen. Die Agentur führt zurzeit weitere Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit dem HPV-Impfstoff durch.