Zugabe von Zoledronsäure zu neoadjuvanter Therapie bei Brustkrebs von Nutzen

  • Crocamo S & al.
  • Ther Adv Med Oncol
  • 01.01.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Zoledronsäure zur neoadjuvanten Chemotherapie und Trastuzumab führte zu einer Rate des pathologischen Komplettansprechens (pCR) von 42 % in einer Phase-II-Studie zu humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2)-positivem Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • In präklinischen Studien demonstrierte Zoledronsäure eine synergistische Wirkung mit Chemotherapie, teilweise durch Interaktion mit dem HER2-Signalweg.
  • Zoledronsäure ist eine praktikable, wirksame, günstige und gut verträgliche therapeutische Option, die eine größere, randomisierte, kontrollierte Studie rechtfertigt.

Studiendesign

  • Studie Zo-Nantax (Klinische Phase-II-Studie zur neoadjuvanten Behandlung mit Zoledronsäure plus Anthrazyklin und Taxan bei lokal fortgeschrittenem Brustkrebs) von 71 Patientinnen mit Brustkrebs im Stadium IIA–IIIB aus einem einzigen brasilianischen Zentrum.
  • Die Patientinnen erhielten 8 Zyklen Zoledronsäure (4 mg/Dosis), begleitet von 4 Zyklen Doxorubicin/Cyclophosphamid, gefolgt von 4 Zyklen Docetaxel und Trastuzumab vor der Operation.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die pCR gesamt betrug 42 % (teilweises Ansprechen: 58 %).
  • Die pCR-Rate war bei Patientinnen mit Expression des nukleären/zytoplasmischen β-Catenins höher (p = 0,030).
  • Die pCR-Rate war bei HR(Hormonrezeptor)-negativen (44 %; 95 %-KI: 31 %–56 %) nicht signifikant höher als bei HR-positiven Patientinnen (40 %; 95 %-KI: 27 %–52 %).
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse von Grad 3 und 4 mit dem gesamten Behandlungsschema waren febrile Neutropenie (jeweils 20 % bzw. 3 %) und Diarrhö (12 % bzw. 0 %).
  • Es wurden keine Fälle von Kardiotoxizität oder Osteonekrose des Kiefers beobachtet.

Einschränkungen

  • Nichtrandomisierte Studie.
  • Keine Kontrollgruppe.
  • Monozentrische Studie.