Zugabe von Ramucirumab verbessert progressionsfreies Überleben mit Frontlinientherapie bei nichtkleinzelligem, epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-positivem Lungenkarzinom

  • Nakagawa K & al.
  • Lancet Oncol
  • 04.10.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Ramucirumab zu einer Frontlinientherapie mit Erlotinib verlängerte das progressionsfreie Überleben (PFS) in der Phase-III-Studie RELAY zum nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit Mutationen im epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR).

Warum das wichtig ist

  • Ramucirumab ist in Kombination mit Docetaxel für das fortgeschrittene NSCLC bei Patienten mit Krankheitsprogression zusätzlich zu oder nach einer platinbasierten Chemotherapie zugelassen.
  • Ergebnisse stützen die duale Blockade Vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktoren (VEGF)/EGFR bei metastatischer Krankheit durch Frontlinientherapie.

Studiendesign

  • Doppelblinde, internationale Studie mit 449 Patienten mit EGFR+ NSCLC im Stadium IV, die per Zufallsverfahren einer Behandlung mit Erlotinib und entweder intravenösem Ramucirumab (n = 224) oder Placebo (n = 225) zugewiesen wurden.
  • Mittlere Nachbeobachtungszeit: 20,7 Monate.
  • Finanzierung: Eli Lilly.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das vom Prüfarzt bewertete mediane PFS war mit Ramucirumab im Vergleich zu Placebo signifikant länger (19,4 vs. 12,4 Monate; HR für Progression/Tod: 0,59; p 
  • Die Rate des 1-jährigen PFS betrug 71,9 Prozent mit Ramucirumab vs. 50,7 Prozent mit Placebo.
  • Die Dauer des Ansprechens war mit Ramucirumab signifikant länger (18,0 vs. 11,1 Monate; HR: 0,62; p = 0,0003).
  • Das Gesamtüberleben (OS), das Gesamtansprechen und die Disease-Control-Rate waren zwischen den Gruppen ähnlich.
  • Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3–4 wurden bei 72 Prozent der Ramucirumab-Gruppe vs. 54 Prozent in der Placebo-Gruppe berichtet.
  • In der Ramucirumab-Gruppe trat 1 behandlungsbedingter Tod auf.

Einschränkungen

  • Patienten mit Metastasen im Zentralnervensystem wurden ausgeschlossen.
  • Laufende Studie.