Zuckerkonsum während der Schwangerschaft kann das Allergierisiko von Kindern erhöhen


  • Susanne Kressenstein
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaft: Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft viel Zucker gegessen haben, erkranken häufig an Allergien.

Hauptergebnisse: Der Konsum von Zucker hat in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen, ebenso wie das Auftreten von Allergien. Im Rahmen einer britischen Studie zeigte sich, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft besonders viel Zucker gegessen hatten, zu 38 Prozent häufiger an einer Allergie erkrankten als die Kinder von Müttern, die besonders wenig Zucker zu sich genommen hatten. Noch größer war dieser Unterschied was das Auftreten von atopischem Asthma betraf. Kinder von Müttern mit einem hohen Zuckerkonsum erkrankten doppelt so häufig wie Kinder von Müttern mit einem niedrigen Zuckerkonsum.

Design: Im Rahmen der Avon Longtitudinal Study of Parents and Children wurden seit den 1990er Jahren die Entwicklung von knapp 14.000 Kinder beobachtet, deren Müttern während der Schwangerschaft einen Fragebogen zu ihrer Ernährung ausgefüllt hatten. Ausgewertet wurden die Daten von rund 9.000 Kindern. Dabei wurde der Konsum an Zucker der Mütter während der Schwangerschaft in Beziehung zum Auftreten von Allergien ihrer Kinder gesetzt.

Klinische Bedeutung: Die hier vorgestellte Assoziation beinhaltet keine Kausalität. Die Autoren der Studie stellen aber die Hypothese auf, dass der Anstieg des C-reaktiven Proteins in der Leber nach Zuckerkonsum und die erhöhte Bildung von Harnsäure eine für Allergien typische Reaktion der T-Helferzellen vom Typ 2 begünstigen könnten.