Zervixkarzinom: Real-World-Daten zu offener vs. minimal-invasiver Operation

  • Leitao Jr MM & al.
  • Gynecol Oncol

  • Helga Gutz
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit einem Zervixkarzinom im Frühstadium zeigte sich unter Real-World-Bedingungen kein Unterschied in den Behandlungsergebnissen mit offener radikaler Hysterektomie oder minimal-invasiver Chirurgie.

Warum das wichtig ist

  • Die LACC-Studie berichtete im Jahr 2018, dass der minimal-invasive Ansatz in Bezug auf DFS und OS unterlegen ist; daraufhin änderten viele Gesellschaften ihre Leitlinien dahingehend, dass der bevorzugte und standardmäßige Ansatz bei der radikalen Hysterektomie die Laparotomie sein sollte.

Studiendesign

  • Multi-institutionelle, retrospektive Kohortenstudie zu 1093 Patientinnen mit Zervixkarzinom im Stadium IA1 (mit Lymphgefäßinvasion) bis IB1 gemäß International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) 2009, die sich zwischen 2007 und 2016 einer offenen (n=378) oder minimal-invasiven (n=715) Operation unterzogen.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der Gruppe mit minimal-invasivem Eingriff zeigte sich im Vergleich zur Gruppe mit offener Operation:
    • Das mittlere Follow-up lag bei 38,5 vs. 54,98 Monaten.
    • Die 3-Jahres-PFS-Raten betrugen 87,9% vs. 89% (P=0,6).
    • Es wurde kein signifikanter Unterschied im PFS festgestellt (aHR 0,70; P=0,073).
    • Ähnliche Komplikationsraten wurden berichtet (P=0,39).
    • Die 3-Jahres-OS-Raten betrugen 95,8% vs. 96,6% (P=0,8).
    • Es wurde kein signifikanter Unterschied im OS festgestellt (aHR 0,81; P=0,5).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.