Zervixkarzinom: Radiotherapie mit gleichzeitiger Dubletten-Chemotherapie laut Metaanalyse besser als Monotherapie

  • Ma S & al.
  • Gynecol Oncol
  • 18.04.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse spricht dafür, dass eine platinhaltige Dubletten-Chemotherapie plus Radiotherapie (RT) das Überleben von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom gegenüber einer RT mit nur einem chemotherapeutischen Wirkstoff signifikant verlängerte.
  • Die Gruppe mit der platinbasierten Dubletten-Chemotherapie war mit einem höheren Risiko für Toxizitäten assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Eine simultane Radiochemotherapie ist nach wie vor die Erstlinienbehandlung für lokal fortgeschrittenes Zervixkarzinom, aber es gibt keinen Standard für das Chemotherapie-Behandlungsschema.
  • Eine platinbasierte Dublettentherapie sollte für Patientinnen, die sie vertragen, erwogen werden.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 7 randomisierten kontrollierten Studien mit 1.503 Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom, die sich einer Radiotherapie (RT) mit simultaner platinbasierter Dubletten- oder Cisplatin-Monotherapie unterziehen.
  • Ergebnisse: Gesamtüberleben (OS), progressionsfreies Überleben (PFS) und Sicherheit.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine begleitende RT mit platinbasierter Dubletten-Chemotherapie verbesserte gegenüber einer RT mit Cisplatin-Monotherapie signifikant das OS und PFS:
    • OS: 7 Studien; HR: 0,75 (p = 0,01).
    • PFS: 7 Studien; HR: 0,78 (p = 0,01).
  • Die Gruppe mit RT + Dubletten-Chemotherapie trug ein höheres Risiko für:
    • Erbrechen (relatives Verhältnis [RR]: 3,19; p 
    • Thrombozytopenie (RR: 2,75; p = 0,004) und
    • Toxizität der Harnwege (RR: 4,58; p = 0,05).

Einschränkungen

  • Es waren nur 2 Phase-III-Studien berücksichtigt worden.