Zervixkarzinom: kein Überlebensnutzen mit adjuvanter Chemotherapie nach simultaner Radiochemotherapie

  • Tangjitgamol S & al.
  • J Gynecol Oncol
  • 10.04.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine adjuvante Chemotherapie (ACT) mit Paclitaxel plus Carboplatin nach einer simultanen Radiochemotherapie (sRCT) verbesserte die Ansprechrate und das Überleben bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Zervixkarzinom gegenüber einer sRCT nicht.

Warum das wichtig ist

  • Mit einer sRCT als aktuellen Versorgungsstandard wird eine Überlebensrate von 60 %–65 % erreicht. Die Ergebnisse aus früheren Studien zum Vergleich einer sRCT mit ACT + sRCT waren nicht beweiskräftig.

Studiendesign

  • Studie ACTLACC: 259 Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom erhielten entweder nur die standardmäßige sRCT oder anschließend noch eine ACT (Paclitaxel und Carboplatin).
  • Finanzierung: Thailand National Research Fund.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle dauerte 27,4 Monate.
  • 15,5 % der Patientinnen mit nur einer sRCT und 10,8 % mit ACT + sRCT erlitten ein Rezidiv (p = 0,123); kein signifikanter Unterschied wurde im Gesamt- und lokoregionären Versagen beobachtet.
  • Patientinnen, die eine ACT und sRCT erhalten hatten, wiesen eine niedrigere systemische Rezidivrate auf (5,4 % vs. 10,1 %; p = 0,029).
  • Das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) waren zwischen den Gruppen ähnlich (HR: 1,26 [p = 0,293] bzw. 1,42 [p = 0,221]).
  • Anämie und Neutropenie waren die häufigsten Toxizitäten in beiden Gruppen.

Einschränkungen

  • Die Therapietreue der Patientinnen war unzureichend.