Zervixkarzinom: Kein Nutzen durch zusätzliche PET-CT zu CT-Staging

  • Elit LM & et al.
  • JAMA Network Open
  • 14.09.2018

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Frauen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom, die für eine Chemotherapie und Radiotherapie (RCT) infrage kommen, führt eine zusätzliche Untersuchung mit einer F18-Positronen-Emissions-Tomographie-CT (PET-CT) zur Stadienbestimmung mittels CT des Abdomens und Beckenraums im Vergleich zur CT allein nicht zum Nachweis von weiteren Befallsherden.

Warum das wichtig ist

  • Eine PET-CT sollte höchstens für Patientinnen mit auffälligen Knoten im Beckenraum laut CT erwogen werden.

Studiendesign

  • 171 Patientinnen mit Zervixkarzinom im FIGO(International Federation of Gynecology and Obstetrics)-Stadium IB–IVA wurden per Zufallsverfahren 2:1 einer PET-CT plus CT des Abdomens und Beckenraums oder nur einer CT zugewiesen.
  • Finanzierung: Ministry of Health and Long-Term Care/Cancer Care Ontario.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der PET-CT-Gruppe erhielten 60,7 %, 33,9 % und 5,4 % der Patientinnen eine Standard-RCT des Beckenraums, eine extensive RCT bzw. eine palliative Therapie.
  • In der reinen CT-Gruppe erhielten 75,0 %, 19,6 % und 5,4 % der Patientinnen eine Standard-RCT des Beckenraums, eine extensive RCT bzw. eine palliative Therapie.
  • Kein Unterschied wurde zwischen den Gruppen beobachtet bei Patientinnen, die eine extensive RCT erhielten und jenen mit einer palliativen Therapie (OR: 2,05; p = 0,06).
  • In der PET-CT-Gruppe erhielten 21,4 % der Patientinnen eine Radiotherapie der paraaortalen Knoten und 12,5 % der Knoten der Arteria iliaca communis vs. 14,3 % bzw. 5,4 % der Patientinnen in der CT-Gruppe (OR: 1,64; p = 0,27).

Einschränkungen

  • Die Studie wurde aufgrund der schleppenden Rekrutierung vorzeitig beendet.