Zervixkarzinom: Ipilimumab zeigt Aktivität bei nodal positiver Erkrankung

  • Mayadev JS & al.
  • JAMA Oncol
  • 27.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die sequenzielle Anwendung von Ipilimumab scheint unbedenklich zu sein und zeigt Aktivität bei Patientinnen mit einem lokal fortgeschrittenen, nodal positiven Zervixkarzinom, die sich einer Radiochemotherapie (RCT) unterziehen.
  • Subtypen mit HPV-Genotyp (humanes Papillomvirus) und HLA (humanes Leukozytenantigen) waren nicht mit dem Überlebensergebnis assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Wenn sie in großen prospektiven Studien bestätigt wird, kann die Immunonkologie das Überleben von Patientinnen mit einer nodal positiven Erkrankung verlängern, was einem derzeit ungedeckten onkologischen Bedarf entspricht.

Studiendesign

  • Prospektive Studie der Phase I: 21 Patientinnen mit lymphknotenpositivem Zervixkarzinom wurden nach einer Radiochemotherapie einer sequenziellen Behandlung mit Ipilimumab unterzogen.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 14,8 Monate.
  • Die Patientinnen erhielten mind. 2 Zyklen Ipilimumab.
  • Maximal verträgliche Dosis: 10 mg/kg.
  • 9,5 Prozent der Patientinnen wiesen selbstlimitierende toxische Wirkungen mit Schweregrad 3 auf (Anstieg von Lipase; Dermatitis).
  • Nach 12 Monaten lag das Gesamtüberleben (OS) bei 90 Prozent und das progressionsfreie Überleben (PFS) bei 81 Prozent.
  • T-Zellen, die PD-1 exprimieren, stiegen nach der RCT an, und diese Konzentrationen wurden mit Ipilimumab aufrechterhalten.
  • Toxizitäten mit Schweregrad 4–5 wurden nicht gemeldet.
  • 20 Patientinnen waren HPV-positiv, eine HPV-Beurteilung war nicht eindeutig.
  • HPV- und HLA-Genotypen waren nicht mit dem OS assoziiert.

Einschränkungen

  • Hohe Austrittsrate vor der Verabreichung von Ipilimumab.