Zervixkarzinom: HDR-Brachytherapie effektiv und weniger toxisch

  • Lin AJ & al.
  • Brachytherapy
  • 14.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem Zervixkarzinom, die eine Chemotherapie erhalten, führten eine niedrigdosierte (LDR) und hochdosierte (HDR) Brachytherapie zu ähnlichen Raten der Lokalkontrolle (LCR) und des krebsspezifischen Überlebens (CSS).
  • Bei einer Erkrankung im Stadium III–IVA laut International Federation of Gynecology and Obstetrics zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang mit einem schlechteren LCR.
  • Eine HDR-Brachytherapie war mit weniger späteren Darm/Blasentoxizitäten von Grad ≥ 3 assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen für eine Aufnahme der HDR-Brachytherapie, auch mit simultaner Chemotherapie.
  • Eine schlechte lokale Kontrolle und höhere Toxizität bei Patientinnen mit einer Krankheit im Stadium III–IVA muss intensiver behandelt werden.

Studiendesign

  • 609 Patientinnen mit neu diagnostiziertem Zervixkarzinom (Stadium IB1–IIB: 457; Stadium III–IVA: 152) erhielten eine Brachytherapie.
  • 88 % der Patientinnen erhielten gleichzeitig Cisplatin.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 505 Patientinnen erhielten eine HDR-Brachytherapie.
  • Mediane Nachbeobachtungszeit: 9,4 Jahre.
  • Nach 5 Jahren wiesen die LDR- und HDR-Brachytherapie statistisch ähnliche Raten im LCR (89 % vs. 86 %; p = 0,24) und CSS auf (66 % vs. 69 %; p = 0,50).
  • Bei einer Krankheit im Stadium III–IVA zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang mit einem schlechteren LCR (HR: 2,4; p = 0,004).
  • Nach 5 Jahren war die Rate der unerwünschten Ereignisse von Grad ≥ 3 für Darm/Blase nach Bereinigung um Tumorrezidive mit einer LDR-Brachytherapie höher in der Gruppe gesamt (27 % vs. 12 %; p = 0,007) und bei Patientinnen mit einer Krankheit im Stadium III–IVA (47 % vs. 15 %; p = 0,03).
  • Propensity-Matching-Analyse: nach 5 Jahren zeigte sich kein Unterschied in der LCR (p = 0,26), im CSS (p = 0,19) und bei Darm-/Blasentoxizitäten von Grade ≥ 3 (p = 0,44).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.