Wöchentliches Paclitaxel ist eine Option bei seltenen Ovarialkarzinomen

  • Ray-Coquard I & al.
  • JAMA Oncol
  • 08.10.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Wöchentliches Paclitaxel zeigt ein gutes Ansprechen bei Patienten mit Keimstrang-Stroma-Tumoren des Ovars.
  • Der Zusatz von Bevacizumab bringt keinen weiteren Vorteil.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie zeigt, dass randomisierte Studien bei seltenen Ovarialtumoren machbar sind, wenn sie durch eine starke internationale Zusammenarbeit gefördert werden.

Studiendesign

  • Studie ALIENOR/ENGOT-ov7.
  • 60 Patientinnen mit Keimstrang-Stroma-Tumoren des Ovars, die nach platinbasierter Chemotherapie rezidivierten, wurden randomisiert entweder Paclitaxel allein oder Paclitaxel mit Bevacizumab, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Bevacizumab, zugeteilt.
  • Finanzierung: Roche.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up betrug 38,9 Monate.
  • Die geschätzte 6-monatige progressionsfreie Rate war 71% (95% Glaubwürdigkeitsintervall [CrI] 55%-84%) unter Paclitaxel allein und 72% (95% CrI 55%-87%) in der Paclitaxel-Bevacizumab-Gruppe.
  • Die 6-monatige progressionsfreie Rate unter Kombinationstherapie erreichte nicht die vordefinierte Überlegenheitsgrenze vs. Paclitaxel allein.
  • Die objektive Responserate betrug 25% unter Paclitaxel allein und 44% unter Paclitaxel-Bevacizumab.
  • Die häufigsten Toxizitäten ≥ Grad 3 waren Hypertonie, Infektion und Neutropenie.
  • 1 Patient brach die Kombinationstherapie innerhalb von 6 Monaten wegen Toxizität ab.

Einschränkungen

  • Open-label Studie.
  • Bevacizumab allein wurde nicht untersucht.