Wiederholtes Screening senkt PCa-Mortalität in 16-jähriger europäischer Studie

  • Hugosson J & al.
  • Eur Urol
  • 26.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • PSA-Screenings reduzieren die Sterberate durch Prostatakarzinom (PCa) signifikant, wobei der Nutzen mit längerer Nachbeobachtung steigt.

Warum das wichtig ist

  • Wiederholte Screenings könnten die PCa-Mortalität auf Populationsebene senken.

Studiendesign

  • 16-jährige Verlaufskontrolle der europäischen, multinationalen ERSPC-Studie.
  • 162.389 Männer (Alter: 55–69 Jahre) wurden per Zufallsverfahren entweder der Screeninggruppe, die alle 4 Jahre ein PSA-Screening erhielt, oder der Kontrollgruppe, die kein Screening erhielt, zugewiesen.
  • Finanzierung: Hybritech Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 15,5 Jahre.
  • Die kumulative PCa-spezifische Inzidenz in der Screeninggruppe betrug 13,3 % und in der Kontrollgruppe 10,3 %.
  • Die Screeninggruppe hatte eine um 20 % niedrigere PCa-Mortalität als die Kontrollgruppe (Ratenverhältnis: 0,80; p 
  • In 13 Jahren Verlaufskontrolle:
    • war die Differenz in der absoluten PCa-Mortalität zwischen den Gruppen nach 16 Jahren von 0,14 % auf 0,18 % gestiegen.
    • hatte sich die Zahl notwendiger Screenings (NNS) zur Vorbeugung 1 PCa-bedingten Todes von 742 auf 570 Jahre reduziert.
    • war die Zahl notwendiger Diagnosen (NND) von 26 auf 18 gesunken.
  • Männer mit PCa, der in der ersten Runde entdeckt wurde, hatten:
    • eine höhere Prävalenz von PSA >20 ng/ml als die aus der zweiten Runde (10 % vs. 4,1 %; p 
    • eine höhere PCa-bedingte Sterblichkeit (HR: 1,86; p 

Einschränkungen

  • Die Zunahme opportunistischer Screenings könnte zur Unterschätzung der tatsächlichen Effekte eines Screenings führen.