Wiederholte SLN-Biopsie für ipsilaterale Brusttumoren nicht prognostisch

  • Poodt IGM & al.
  • Br J Surg
  • 01.04.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Das Ergebnis einer wiederholten Sentinel-Lymphknotenbiopsie (rSLNB) erweist sich für Patientinnen mit Brustkrebs mit einem Tumorrezidiv in der ipsilateralen Brust (IBTR) als nicht prognostisch.

Warum das wichtig ist

  • Eine rSLNB eignet sich bei IBTR weder als Tool zur Stadienbestimmung noch zur Entwicklung von Behandlungsplänen.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 515 Patientinnen mit Brustkrebs mit einem IBTR in 36 holländischen Krankenhäusern, die an der landesweiten Registerstudie zu Sentinelknoten und Rezidiven (SNARB) teilnehmen.
  • Der rSLNB-Befund war entweder tumorpositiv, tumornegativ oder erfolglos. 
    • Ein positiver Tumorbefund wurde definiert als Lymphknoten mit entweder Makrometastasen (> 2,0 mm) und/oder Mikrometastasen (>0,2 mm und/oder > 200 Zellen).
  • Das primäre Ergebnis war das rSLNB-Ergebnis in Bezug auf das rezidivfreie Überleben (RFS).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine rSLNB war tumornegativ in 44,7 %, tumorpositiv in 8,9 % und erfolglos in 46,4 % der Fälle.
  • 22,3 % der Patientinnen entwickelten nach einer medianen Verlaufskontrolle von 5,1 Jahren ein Rezidiv.
  • Die Rate des 5-jährigen Fernmetastasen-RFS betrug 84,2 % (95 %-KI: 80,7 %–87,7 %).
  • Kein Zusammenhang wurde zwischen dem Ergebnis einer rSLNB und dem Fernmetastasen-RNS beobachtet (p = 0,682).
  • Das schlechte Fernmetastasen-RFS ging einher mit:
    • Einem zeitlichen Abstand von
    • Dreifach-negativem IBRT (HR: 1,82; p = 0,045).
    • Keiner adjuvanten Chemotherapie nach einem IBTR (p = 0,010).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.