Wiederaufhebung einer Vasektomie: keine Auswirkung auf Risiko für Prostatakrebs

  • Randall S & et al.
  • J Urol
  • 07.03.2018

  • aus Deepa Koli
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Laut einer Metaanalyse schützt die Wiederaufhebung einer Vasektomie zwar nicht gegen Prostatakrebs, aber es konnte auch kein kausaler Zusammenhang zwischen einer Vasektomie und Prostatakrebs festgestellt werden.

Warum das wichtig ist

  • Bei Studien, die über ein geringes oder kein Risiko für Prostatakrebs bei vasektomierten Männern berichten, wird ein Bias bei der Erkennung kritisiert.
  • Wenn eine Vasektomie das Risiko für Prostatakrebs jedoch erhöhte, dann müsste das Risiko bei Männern, die anschließend eine Wiederaufhebung einer Vasektomie vornehmen, das Risiko anschließend wieder sinken.

Studiendesign

  • Diese Metaanalyse verglich Daten über 5 Regionen hinweg, von 9.754 Männern mit einer Wiederaufhebung einer Vasektomie und von 684.660 Männern, die sich einer Vasektomie unterzogen hatten, ohne diese rückgängig zu machen.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung der reinen Vasektomie-Kohorte lag bei 7–21 Jahren und bei der Vasektomie-Aufhebungskohorte bei 7–19 Jahren.
  • Die mediane Dauer bis zur Wiederaufhebung einer Vasektomie lag bei 4–7 Jahren.
  • Das kombinierte Risiko für Prostatakrebs war zwischen beiden Gruppen ähnlich (HR: 0,92; 95 %-KI: 0,70–1,21; keine Heterogenität).

Einschränkungen

  • Nähere Angaben zu Screening oder dem Versorgungsniveau durch Gesundheitsdienstleister waren nicht bekannt.
  • Nicht alle Vasektomien und Wiederaufhebungen waren berücksichtigt worden.