WHO mahnt zu gezielten Masernimpfungen nach Rekordausbrüchen in Europa im vergangenen Jahr

  • World Health Organization
  • World Health Organization – European Region
  • 07.02.2019

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Angesichts der neu veröffentlichten Maserndaten für das Jahr 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) europäische Länder aufgefordert, ihre Impfinterventionen auf Orte und Gruppen zu konzentrieren, wo sich immer noch Impflücken befinden.

In Europa war 2018 der Tod von 72 Kindern und Erwachsenen auf Masern zurückzuführen, wobei sich im vergangenen Jahr laut den neuesten Daten insgesamt 82.596 Menschen in 47 der 53 europäischen Länder mit Masern angesteckt haben.

In den Ländern, die Krankenhauseinweisungen melden, führten 61 Prozent der Masernfälle im Jahr 2018 zu einem Krankenhausaufenthalt.

Die Gesamtanzahl der mit Masern infizierten Personen war 2018 in diesem Jahrzehnt bisher am höchsten, und zwar dreimal so hoch wie die insgesamt gemeldeten Fälle von 2017 und 15-mal so hoch wie der historische Tiefststand aus dem Jahr 2016.

Der Anstieg von Masernfällen im Jahr 2018 folgte auf das Jahr, in dem der europäische Raum die bisher höchste Abdeckung mit der zweiten Dosis des Masernimpfstoffes (90 Prozent im Jahr 2017) erreicht hatte. Die Abdeckung mit der ersten Dosis des Impfstoffs stieg ebenfalls leicht auf 95 Prozent, was dem höchsten Stand seit 2013 entspricht.

Der Impffortschritt in der Region ist jedoch zwischen einzelnen Ländern und auch innerhalb diverser Länder uneinheitlich, wobei es zunehmend Gruppierungen von ungeschützten, aber gefährdeten Personen gibt, was laut der WHO dazu geführt hat, dass 2018 eine Rekordzahl von Masernfällen aufgetreten ist.