WHI: persistierende VMS erhöhen die Chancen einer Brustkrebsdiagnose

  • Chlebowski RT & al.
  • Menopause
  • 28.12.2018

  • aus Miriam Davis, PhD
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Frauen mit persistierenden vasomotorischen Symptomen (VMS), die durch Hitzeanfälle und/oder Nachtschweiß gekennzeichnet sind, können ein um 13 % höheres Risiko für Brustkrebs tragen als Frauen, die nie an VMS litten.
  • Ihre Mortalitätsrate mit Brustkrebs ist jedoch nicht höher.

Warum das wichtig ist

  • Bei Frauen mit persistierenden VMS sollte ein häufigeres Brustkrebs-Screening erwogen werden.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 25.499 postmenopausalen Frauen (Alter: 50–79 Jahre) ohne Brustkrebs oder Verwendung einer menopausalen Hormontherapie aus der Women's Health Initiative (WHI).
  • Persistierende VMS waren nach Eigenangaben mittlere bis schwere Hitzeanfälle und/oder Nachtschweiß innerhalb von 4 Wochen seit der Baseline. Keine VMS bedeutet, dass diese Symptome nie oder nur leicht auftraten.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung lag bei 17,9 Jahren; 38 % der Kohorte hatten persistierende VMS (mediane Dauer: 10+ Jahre).
  • Persistierende VMS waren mit einem um 13 % höheren Risiko für die Inzidenz von Brustkrebs, im Vergleich zu keinen VMS assoziiert (HR: 1,13; 95 %-KI: 1,02–1,27).
  • Persistierende VMS (vs. keine VMS) waren häufiger mit einem Östrogenrezeptor-negativen Status (p = 0,018) und regionären oder fernen Metastasen (p = 0,002) des Brustkrebs assoziiert.
  • Persistierende VMS (vs. keine VMS) waren nicht mit einer höheren brustkrebsspezifischen Mortalität (HR: 1,33; 95 %-KI: 0,88–2,02) oder höheren Mortalität assoziiert (HR: 1,02; 95 %-KI: 0,81–1,29).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.