Wenn die MRT-Laster rollen…

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Berlin/Bad Bevensen – Für die Herzinsuffizienz-Therapie im ländlichen Raum stehen oft keine MRT-Geräte (Magnetresonanztomografie) zur Verfügung. Mithilfe mobiler Einheiten und der Telemedizin sollen jetzt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern MRT-Untersuchungen des Herzens auch in unterversorgten Regionen möglich werden. Das teilt das Deutsche Herzzentrum Berlin mit, ein Beteiligter des „Herz-Check“-Projekts.

 

Mit dabei sind außerdem die AOK Nordost, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Unternehmen medneo. 

Das Projekt will mobile MRT-Einheiten dorthin bringen, wo sie in Praxen oder Kliniken nicht vorhanden sind. Medneo verfügt dazu über umgebaute Lkws, die den Patienten eine MRT-Untersuchung wie in einer Klinik ermöglichen sollen. Zunächst sollen Versicherte der AOK Nordost sowie niedergelassene Haus- und Fachärzte in der Region über die Möglichkeit und die Vorteile der Früherkennung von asymptomatischer Herzinsuffizienz informiert werden. „Stellen der Hausarzt oder der Patient selbst ein erhöhtes Risiko fest, kann online ein Termin für eine mobile MRT-Untersuchung in der Nähe des Wohnorts vereinbart werden“, erklärt das Herzzentrum. Die mobilen Einheiten könnten an Kliniken oder ambulanten Einrichtungen aufgestellt werden. Vor Ort übernimmt medizinisches Personal die Untersuchung. Die Anwesenheit eines Facharztes soll dabei nicht notwendig sein. Denn die Untersuchungsdaten würden unter Beachtung des Datenschutzes online an ein telemedizinisches Expertenzentrum übermittelt und dort durch ein geschultes Fachärzteteam ausgewertet, heißt es von Seiten der Projektbeteiligten.

„Herz Check“ wird durch den am Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelten Innovationsfonds gefördert. Es soll 2020 starten. Ein Jahr nach der Erstuntersuchung werden die Patienten mit auffälligem Befund erneut untersucht. Die Daten evaluiert das Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie der Charité.