WCLC 2019 – transbronchiale Kryobiopsie kann die Diagnose und Biomarkerforschung bei Lungenkrebs verbessern


  • Elena Riboldi — Agenzia Zoe
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Eine transbronchiale Kryobiopsie ermöglicht größere Proben im Vergleich zu einer Zangenbiopsie.
  • Die Erfolgsrate für die morphologische Klassifikation und die genetische Analyse des Lungenkrebses (LC) ist bei Verwendung von Kryobiopsieproben höher.

 

Warum das wichtig ist

  • Evidenzbasierte Leitlinien stützen den Einsatz molekularer Tests bei LC.
  • Es gibt kaum Nachweise für den Nutzen einer Kryobiopsie bei LC.

 

Studiendesign

  • An 127 LC-Patienten wurde eine prospektive einarmige Studie durchgeführt.
  • Die Patienten unterzogen sich einer gleichzeitigen transbronchialen Biopsie der gleichen Läsion mit einer 1,9-mm-Kryosonde und einer Biopsiezange.
  • Der primäre Endpunkt war die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen.
  • Die sekundären Endpunkte waren Probengröße, Diagnoserate und Qualität der Probenanalyse (morphologische Klassifikation: n = 81; PD-L1-Analyse [programmed death ligand 1]: n = 59; Gesamtexomsequenzierung [WES] und RNA-Sequenzierung: n = 20).

 

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Kryobiopsie wurde bei 121 Patienten durchgeführt; die Läsion befand sich bei 64 Patienten (53 %) im zentralen und bei 57 Patienten (47 %) im peripheren Bereich; der Median des Tumordurchmessers betrug 38 mm.
  • Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei 5 der 121 Patienten (4 %) beobachtet.
  • Die Kryobiopsieproben waren wesentlich größer als Zangenbiopsieproben (Medianwert: 11,4 mm2 gegenüber 2,1 mm2; p 
  • Die Erfolgsrate der Diagnose lag bei 84 % mit einer Zangenbiopsie und bei 83 % mit einer Kryobiopsie (p = 0,83).
  • Die Bestätigungsrate der morphologischen Klassifikation war wesentlich höher (86 % gegenüber 74 %; p 
  • Die Erfolgsrate zur Bewertung des PD-L1-Scores anhand von Kryobiopsie- und Zangenbiopsieproben war ähnlich (97 % bzw. 98 %).
  • Ausgehend derselben Menge an formalinfixiertem paraffineingebettetem Gewebe wurden wesentlich größere DNA-Mengen (Medianwert: 1,60 μg gegenüber 0,58 μg; p = 0,02) und RNA-Mengen (Medianwert: 0,62 μg gegenüber 0,17 μg; p 
  • Die Erfolgsrate für WES- (90 % gegenüber 15 %; p