Was ist das genaueste Bildgebungsverfahren beim neu diagnostizierten Mammakarzinom?

  • Sumkin JH & al.
  • Radiology
  • 29.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Alle 3 untersuchten Bildgebungsverfahren (MRT, Mammaszintigraphie mit dem 99mTc-Sestamibi-Komplex [MIBI] und Kontrastmittel-gestützte Mammographie [CEM]) hatten gleich hohe Visualisierungsraten für den mittels Biopsie nachgewiesenen Index-Brusttumor, aber mit MRT wurde die Größe häufiger überschätzt.
  • Mit MRT wurden beinahe doppelt so viele zusätzliche Läsionen erkannt, was einen schlechteren positiven Vorhersagewert weiterer Biopsien ergab.

Warum das wichtig ist

  • Das Wissen um die Vor- und Nachteile jedes Bildgebungsverfahrens ist notwendig, um sich für eines davon entscheiden zu können.

Studiendesign

  • Prospektive Kohortenstudie an 99 Frauen mit einem oder mehreren mittels Biopsie nachgewiesenen Brusttumoren.
  • MRT, MIBI und CEM wurden jeweils von 8 Radiologen beurteilt, die gegenüber den Ergebnissen der anderen Untersucher verblindet waren.
  • Die Ergebnisse von MRT, MIBI und CEM wurden mit der nach Lumpektomie oder Mastektomie durchgeführten pathologischen Untersuchung verglichen.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Index-Malignität wurde gleich gut erkannt von:
    • MRT (93%; 95% KI 86%-97%).
    • CEM (91%; 95% KI 84%-96%).
    • MIBI (92%; 95% KI 85%-96%).
  • MRT überschätzte häufiger die Größe der Index-Malignität um >1,5 cm (P=0,03):
    • MRT (24%).
    • CEM (11%).
    • MIBI (15%).
  • MRT entdeckte häufiger zusätzliche (Nicht-Index) Läsionen bei Frauen ohne neoadjuvante Therapie (P=0,007):
    • MRT (46 Läsionen).
    • CEM (27 Läsionen).
    • MIBI (25 Läsionen).
  • MRT hatte einen niedrigeren positiven prädiktiven Wert für zusätzliche Biopsien (P=0,01):
    • MRT (28%).
    • CEM (52%).
    • MIBI (44%).

Einschränkungen

  • Wenige Patienten.
  • Monozentrische Studie.