Warnung vor alarmierender Ausbreitung der Lyme-Krankheit in Europa


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) haben zu dringendem Handeln aufgerufen, um auf die „alarmierende“ Ausbreitung von Lyme-Borreliose in Europa zu reagieren. 

Schätzungen zufolge sind in der Europäischen Union (EU) eine Million Menschen von der Krankheit betroffen, aber die wirkliche Prävalenz von Lyme-Borreliose in der EU ist unbekannt. Die MEP sagen jedoch, das Ausmaß der Epidemie stelle nun ein europaweites Gesundheitsproblem dar. 

Am Donnerstag (15. November 2018) verabschiedeten die MEP einen Beschluss, in dem die Europäische Kommission aufgefordert wird, Pläne auszuarbeiten, um die Krankheit auf europäischer Ebene „entsprechend der Ernsthaftigkeit dieser stillen Epidemie“ zu bekämpfen. 

Die MEP sagten, die Kommission solle einheitliche Überwachungsprogramme einrichten und zur Erleichterung standardisierter diagnostischer Tests und Behandlungen mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Sie forderten auch eine Meldepflicht in allen Mitgliedstaaten, die von der Krankheit betroffen sind, sowie die Förderung von individuellen Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen gegenüber Zecken. 

Die MEP forderten außerdem, evidenzbasierte Leitlinien zur klinischen Diagnose und Labordiagnose der Lyme-Krankheit zu erarbeiten und Ärzte dazu anzuhalten, klinische Untersuchungen auch dann durchzuführen, wenn die Serologie negativ ausfällt. 

Der Beschluss wird nun an die Kommission weitergeleitet.