Wahrscheinlichkeit für volle Professur bei weiblichen Kardiologen geringer


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Frauen weisen eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit als Männer auf, den Fortgang zu vollen Professuren in Kardiologie zu nehmen, selbst nach Bereinigung um Faktoren, die traditionell mit der akademischen Position in Zusammenhang gebracht werden. Das ist die Schlussfolgerung eines Berichts, der in der Fachzeitschrift der American Heart Association Circulation veröffentlicht wurde.

Die Datenanalyse von Kardiologen in der Fakultätsliste der American Association of Medical Colleges 2014 zeigte, dass gerade 16,5 % von 3.810 Kardiologen Frauen waren. Während die Wahrscheinlichkeit für eine Assistenzprofessur bei Frauen genauso hoch war wie bei Männern, waren nur 15,9 % der Frauen volle Professoren, verglichen mit mehr als 30 % der Männer. Im Vergleich dazu waren 60,2 % der Frauen Assistenzprofessoren, verglichen mit 46,8 % der Männer. An keiner der 109 befragten US-amerikanischen Hochschulen war die Wahrscheinlichkeit für eine volle Professur bei Frauen gleich hoch. Selbst nach Bereinigung um Faktoren, die bekanntlich akademische Platzierungen beeinflussen, wie etwa Alter, die Jahre an Erfahrung und Forschungsproduktivität, war die Wahrscheinlichkeit einer vollen Professur bei Frauen weiterhin geringer.

„Diese Ergebnisse zeigen eine mögliche Ungerechtigkeit dabei auf, in welcher Weise Männer und Frauen in der akademischen Kardiologie Anerkennung finden und für ihre Arbeit belohnt werden, und könnten die Tatsache widerspiegeln, dass Frauen auf hartnäckige Barrieren für akademischen Fortschritt treffen“, erklärte Hauptautor Daniel M. Blumenthal.