Vorhofflimmern: Neuer Biomarker entdeckt


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Der Fibroblasten-Wachstumsfaktor 23 (FGF-23), der üblicherweise mit Herzhypertrophie, chronischer Nierenkrankheit und Gefäßsteifigkeit in Zusammenhang gebracht wird, könnte auch helfen, Vorhofflimmern (VHF) zu erkennen, besagt eine neue, im European Heart Journal veröffentlichte Forschungsarbeit.

Forscher analysierten 40 gängige kardiovaskuläre Biomarker bei 638 aufeinander folgenden Patienten, die mit bekanntem VHF oder mindestens zwei CHA2DS2-VASc-Schlaganfallrisikofaktoren im Rahmen einer neuen Studie stationär aufgenommen wurden. Eine traditionelle statistische Analyse wurde mit einer Technik für maschinelles Lernen verbunden, um klinische Risikofaktoren, Bildgebungsparameter und Biomarker im Zusammenhang mit VHF zu bestimmen.

Die Untersuchung ergab, dass eine Erhöhung des natriuretischen Peptids Typ B (BNP) und des Fibroblasten-Wachstumsfaktors 23 (FGF-23) in einem robusten Zusammenhang mit VHF standen (Odds-Ratio [OR]: 1,293 je Zunahme der Veränderung; 95 %-KI: 1,11–1,63; p = 0,002 bzw. OR: 1,667; 95 %-KI: 1,36–2,34; p = 0,001).

„Die Untersuchungsergebnisse waren überraschend“, sagte die leitende Autorin Dr. Larissa Fabritz von der University of Birmingham. „Die Ergebnisse zur Effektivität des FGF-23-Biomarkers waren ein unerwarteter und neuer Befund. FGF-23 wird derzeit nur in einer forschungsbasierten Umgebung benutzt, aber wir haben gezeigt, dass seine Verwendung in einem klinischen Setting unschätzbar sein könnte.“ 

Die Forscher sagen, weitere Forschung sei erforderlich, um die FGF-23-abhängigen Mechanismen von VHF aufzuklären.