Vorhofflimmern bei angeborenen Herzfehlbildungen: Register-Daten belegen stark erhöhtes Risiko


  • Thomas Kron
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaft
 

Patienten mit angeborenen Herzfehlern sind stark gefährdet, Vorhofflimmern zu entwickeln. Das Risiko ist vor allem bei schweren Fehlbildungen enorm erhöht. 

 

Hauptergebnisse

 

Von den 21 982 Patienten mit angeborenem Herzfehler entwickelten 654 Vorhofflimmern, von den 219 816 Personen der Kontroll-Gruppe 328 (2,98 versus 0,15 Prozent). Die statistischen Brechnungen ergaben ein um den Faktor 22 höheres Vorhofflimmer-Risiko der Patienten mit Herzfehler. Das größte Risiko haben Patienten mit konotrunkalen Fehlbildungen (Hazard Ratio 84,27). Bis zum Alter von 42 Jahren entwickelte einer von zwölf Patienten mit Herzfehler die Vorhofarrhythmie. Fast elf Prozent der Patienten mit Herzfehlbildung und Vorhofflimmern wurden herzinsuffizient.

 

Design

 

Ausgewertet wurden zwei schwedische Register; verglichen wurden 21 982 zwischen 1970 und 1993 geborene Patienten mit einem kongenitalen Herzfehler und eine passende Population der Allgemeinbevölkerung (Verhältnis: 1 zu 10). Die Beobachtungszeit betrug im Mittel 27 Jahre. 

 

Klinische Bedeutung

 

Die Ergebnisse stützen ein regelmäßiges Monitoring auf Vorhofflimmern bei Patienten mit angeborenen Herzfehlbildungen, insbesondere bei Patienten mit konotrunkalen Fehlbildungen.

Eine der noch zu klärenden Fragen ist die, ob die Rhythmusstörung bei diesen Patienten ein Zeichen dafür ist, dass die zugrundeliegende kardiale Erkrankung voranschreitet oder nicht. 

 

 

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