Vitaminergänzung in der Schwangerschaft mit verringertem Risiko für Autismus verknüpft


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Die Einnahme von Folsäure(FS)- und Multivitamin-Ergänzungsmitteln von Frauen während und vor der Schwangerschaft könnte die Wahrscheinlichkeit für Störungen aus dem autistischen Formenkreis (ASS) bei Kindern senken, so eine neue, in JAMA Psychiatry veröffentlichte Studie.

Während die Rolle von Folsäure in der neuralen Entwicklung weithin anerkannt ist, waren die Ergebnisse von Studien, die den Zusammenhang zwischen Multivitamin-Ergänzungsmitteln und dem Risiko von ASS untersuchten, bisher unschlüssig. In dieser Fall-Kontroll-Kohortenstudie mit 45.300 Kindern wurden statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen mütterlicher Vitaminergänzung vor und/oder während der Schwangerschaft und einem verringerten Risiko für ASS bei den Nachkommen beobachtet.

Von den 45.300 Kindern, die von 26.702 Müttern geboren wurden, wurde bei 572 (1,3 %) ASS diagnostiziert. Insgesamt 11.917 Kinder (26,3 %) wurden von Müttern geboren, die vor der Schwangerschaft FS- und/oder Multivitamin-Ergänzungsmittel einnahmen, und 21.884 Kinder (48,3 %) Kinder wurden von Müttern geboren, die während der Schwangerschaft FS- und/oder Multivitamin-Ergänzungsmittel einnahmen.

Die mütterliche Einnahme von FS- und/oder Multivitamin-Ergänzungen ab vier Wochen vor und bis acht Wochen nach Schwangerschaftsbeginn war verglichen mit Müttern ohne Einnahme solcher Präparate in diesem Zeitintervall mit einer statistisch signifikanten Verringerung des ASS-Risikos bei den Nachkommen verbunden. Mütterliche Einnahme während der zwei Jahre vor der Schwangerschaft war mit einer signifikanten Verringerung des Risikos für ASS verbunden.