Vitamin D bietet wenig Schutz vor COVID-19 oder Atemwegsinfektionen

  • Univadis
  • Clinical Summary
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine orale Vitamin-D-Zufuhr ist bei Personen mit suboptimalen Werten nicht mit einem Schutz vor Atemwegsinfektionen oder COVID-19 assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl ein Test-to-Treat-Ansatz zur Identifizierung von Teilnehmenden mit suboptimalem Vitamin-D-Spiegel effektiv ist, scheint es keine Evidenz zu geben, die für die Einnahme zur Prävention von Atemwegsinfektionen oder einer COVID-19-Hospitalisierung spricht.

Wesentliche Ergebnisse

  • 6.200 Teilnehmende (3.100 ohne Angebot [Test oder Behandlung], 1.550 mit Test/800 IE Vitamin D/Tag und 1.550 mit Test/3.200 IE Vitamin D/Tag), medianes Alter: 60,2 Jahre, weiblich: 67,0 % (4.156)

  • 1 durch einen Abstrichtest oder ärztlich bestätigte akute Atemwegsinfektion jeglicher Ursache (n = 299) im Vergleich zu keinem Angebot (4,6 %; 136/2.949):

    • Niedrigere Dosis: 5,7 % (87/1.515); OR: 1,26; p = 0,10

    • Höhere Dosis: 5,0 % (76/1.515); OR: 1,09; p = 0,55

  • Bestätigtes COVID-19 vs. kein Angebot (2,6 %; 78/2.949):

    • Niedrigere Dosis: 3,6 % (55/1.515); OR: 1,39; p = 0,07

    • Höhere Dosis: 3,0 % (45/1.515); OR: 1,13; p = 0,53

  • COVID-19-Hospitalisierung vs. kein Angebot (1,4 %; 40/2.949):

    • Niedrigere Dosis: 1,6 % (24/1.515); OR: 1,17; p = 0,55

    • Höhere Dosis: 1,9 % (29/1.515); OR: 1,42; p = 0,16

Studiendesign

  • 3-armige, offene, randomisierte kontrollierte Phase-III-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit eines Test-and-Treat-Ansatzes zur Identifizierung/Behandlung eines suboptimalen Vitamin-D-Status (< 75 nmol/l) mit dem Ziel der Prävention von Atemwegsinfektionen oder COVID-19 bei Erwachsenen im Vereinigten Königreich (Dezember 2020–June 2021)

  • Finanzierung: Barts Charity, andere Sponsoren

Einschränkungen

  • Mögliche Effektverdünnung

  • Verzerrung durch medizinische Beurteilung

  • Ungenügende Teststärke

  • Begrenzte Verallgemeinerbarkeit