Vitamin-D-Ergänzungsmittel beugen Frakturen nicht vor


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Ergebnisse einer neuen Metaanalyse, die den Effekt von Vitamin-D-Supplementierung auf Frakturen, Stürze und Knochendichte untersuchte, führten dazu, dass ihre Autoren sich für eine Änderung der Leitlinien zu Vitamin-D-Supplementierung für die Knochengesundheit aussprachen. 

Die Übersichtsanalyse ergab, dass Vitamin D keinen Effekt in Bezug auf Gesamtfrakturen (36 Studien; n = 44.790; relatives Risiko [RR]: 1,00; 95 %-KI: 0,93–1,07), Hüftfrakturen (20 Studien; n = 36.655; RR: 1,11; 95 %-KI: 0,97–1,26) oder Stürze (37 Studien; n = 34.144; RR: 0,97; 95 %-KI: 0,93–1,02) hatte. Außerdem hab es keine Unterschiede zwischen den Auswirkungen höherer und niedrigerer Dosen Vitamin D. 

„Seit der letzten großen Prüfung der Evidenz im Jahr 2014 wurden mehr als 30 randomisierte, kontrollierte Studien zu Vitamin D und Knochengesundheit veröffentlicht, wodurch sich die verfügbare Evidenzbasis beinahe verdoppelt. Unsere Metaanalyse ergibt, dass Vitamin D Frakturen oder Stürzen nicht vorbeugt und auch die Knochenmineraldichte nicht verbessert, sei es in hoher oder niedriger Dosierung. Die klinischen Leitlinien sollten geändert werden, um diese Ergebnisse widerzuspiegeln. Aufgrund der Stärke der bestehenden Evidenz glauben wir, dass es wenig Rechtfertigung für weitere Studien zu Vitamin-D-Ergänzugsmitteln zur Untersuchung muskuloskelettaler Folgen gibt“, sagte der leitende Autor Dr. Mark J. Bolland von der University of Auckland, Neuseeland. 

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in Lancet Diabetes & Endocrinology.