Vielversprechende Ergebnisse mit wiederholter Radium-223-Behandlung bei metastasierendem kastrationsresistenten Prostatakarzinom

  • Sartor O & al.
  • Prostate
  • 01.10.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine erneute Behandlung mit Radium-223 wurde von Patienten mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC) mit Knochenmetastasen gut vertragen, wies eine geringe hämatologische Toxizität auf und ergab eine Krankheitskontrolle in den Knochen.
  • Keine neuen Sicherheitssignale berichtet.

Warum das wichtig ist

  • Wenn die Befunde in einer großen prospektiven Studie bestätigt werden, können ausgewählte Patienten von einer erneuten Behandlung mit Radium-223 profitieren.

Studiendesign

  • In einer Studie der Phase I/II wurde die erneute Behandlung von 44 Patienten mit CRPC mit Radium-223 ausgewertet, bei denen keine Hinweise auf eine Progression in den Knochen während einer vorhergehenden Behandlung mit 6 Injektionen Radium-223 vorlagen.
  • Finanzierung: Bayer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Zeitdauer zwischen dem Abschluss der anfänglichen Radium-223-Behandlung und der erneuten Behandlung betrug 6 Monate (Bereich: 1,2–17,1 Monate).
  • Während einer aktiven Verlaufskontrolle von 2 Jahren wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.
  • 12 Prozent der Patienten erlitten Toxizitäten mit Schweregrad 3.
  • Es wurden keine ernsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (UE) gemeldet.
  • Ein Patient erlitt ein behandlungsbedingtes UE (Grad 3; Verschlechterung einer bestehenden Anämie).
  • Exploratorische Analyse:
    • Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 24,4 Monate. 
    • Die mediane Dauer bis zum ersten symptomatischen skelettalen Ereignis (SSE) betrug 16,7 Monate.
    • Das mediane SSE-freie Überleben betrug 12,8 Monate.
  • Es wurde keine Inzidenz von Neutropenie, Thrombozytopenie oder Veränderungen der hämatologischen Laborwerte berichtet.

Einschränkungen

  • Nicht randomisiertes, offenes Design.