Videobehandlung weiterhin unbegrenzt möglich

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Berlin (pag) – In Corona-Zeiten entlastet die Videosprechstunde Ärzte und Patienten. Darum bleibt sie auch in den kommenden Monaten unbegrenzt möglich. Auf die Verlängerung dieser Sonderregelung einigen sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband (GKV-SV).

 

Die Sonderregelung, die die normalerweise geltende Fallzahl- und Leistungsmengenbegrenzung für die Videosprechstunde außer Kraft setzt, ist bereits seit Beginn des zweiten Quartals in Kraft und bislang auf den 30. September datiert. In ihrer neuerlichen Übereinkunft einigen sich KBV und GKV-SV nun auf eine Verlängerung bis zum Jahresende. Auch Psychotherapeuten können Sprechstunden, probatorische Sitzungen und Einzelsitzungen unverändert per Video durchführen, teilt die KBV mit. Eine genehmigte Gruppenpsychotherapie kann zudem weiterhin ohne extra Antragstellung bei der Kasse in eine Einzeltherapie umgewandelt werden.

Daneben hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) weitere Sonderregelungen bis Jahresende verlängert: Hierzu zählen etwa die Ausweitung der Geltungsdauer für Heilmittelverordnungen von 14 auf 28 Tage sowie die Ausnahmeregelung in der Krankentransport-Richtlinie, nach der der Transport Covid-19-positiver Patienten und Personen unter behördlich angeordneter Quarantäne nicht erst durch die Krankenkasse genehmigt werden muss.

Neben den genannten, bundesweit geltenden Regelungen hat der G-BA mit einem Grundlagenbeschluss nun auch die Möglichkeit für regionale Ausnahmeregelungen bei den veranlassten Leistungen geschaffen, die in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen und lokal verhängten Schutzmaßnahmen greifen und eine schnelle Umstellung ermöglichen sollen. Die Ausnahmeregelungen umfassen etwa die Heilmittelbehandlung per Video, die Ausstellung von Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese sowie die telefonische Krankschreibung bei Erkrankungen der oberen Atemwege.