VHF: Opportunistisches Screening in der Primärversorgung erhöht die Erkennungsraten nicht

  • Uittenbogaart SB & al.
  • BMJ
  • 16.09.2020

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Ein opportunistisches Screening auf VHF in der Primärversorgung erhöht die Erkennungsraten bei Patienten ab 65 Jahren nicht.
  • Die Autoren schlussfolgern aufgrund der Ergebnisse dieser randomisierten, kontrollierten Studie, dass ein opportunistisches Screening in der Primärversorgung „nicht sinnvoll ist“.

Warum das wichtig ist

  • Es sind viele Geräte verfügbar, die ein VHF-Screening ermöglichen. Der Nutzen eines solchen erweiterten Programms ist bisher jedoch nicht klar.

Wesentliche Ergebnisse

  • Von 8.874 gescreenten Patienten vs. 9102 in der Gruppe mit Standardversorgung und umfassender Nachbeobachtung:
    • erhielten 1,62 % in der Screening-Gruppe und 1,53 % in der Gruppe mit Standardversorgung eine VHF-Neudiagnose.
    • aOR: 1,06 (95 %-KI: 0,84–1,35).
  • Die Gruppen wiesen ähnliche Prävalenzen von VHF zur Baseline auf (10,1 % und 10,0 %).
  • Die Patienten in der Intention-to-Screen-Gruppe waren jünger als jene in der Standardversorgungsgruppe (73,5 Jahre [Standardabweichung: 5,5] vs. 76,6 [7,3] Jahre; p 
  • Sie wiesen auch weniger Komorbiditäten auf (p 
  • Nur 266 Patienten in der Screening-Gruppe unterzogen sich einer zweiwöchigen Überwachung per Langzeit-EKG, durch das vier Fälle identifiziert wurden.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Cluster-Studie in Primärversorgungspraxen in den Niederlanden (48 Intention-to-Screen, 49 Versorgungsstandard) von September 2015 bis August 2018.
  • Das Screening umfasste drei Tests: Pulspalpation, elektronische Blutdruckmessung mit VHF-Algorithmus und EKG mit einem tragbaren 1-Kanal-Gerät.
  • Finanzierung: Netherlands Organisation for Health Research and Development, Amsterdam Universities Medical Centres.

Einschränkungen

  • Geringe Teilnahme an der Überwachung per Langzeit-EKG.