Verwendung von Statinen laut schwedischer Kohorte bei Brustkrebs mit geringerer Mortalität verknüpft

  • Borgquist S & al.
  • BMC Cancer
  • 11.01.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Einsatz von Statinen vor und nach der Diagnose von Brustkrebs war in einer landesweiten schwedischen Kohorte mit einem um 23 % bzw. 17 % niedrigeren Risiko für brustkrebsbedingte Mortalität assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Diese große Beobachtungskohorte ist aussagekräftiger als die meisten vorherigen Studien zur Untersuchung des umgekehrten Zusammenhangs zwischen Statinverwendung und Brustkrebsmortalität.
  • Diese Studie ist ein weiteres Element in einem großen Indizienbündel. Doch bevor die Verschreibung von Statinen an Patientinnen mit Brustkrebs empfohlen werden kann, wird noch eine randomisierte kontrollierte Studie benötigt.

Studiendesign

  • Landesweite, retrospektive Beobachtungskohorte (n = 20.559 mit Brustkrebs diagnostiziert) aus dem Swedish Cancer Registry (2005–2008).
  • Die Informationen zum Einsatz von Statinen wurden aus dem Swedish Prescription Registry entnommen.
  • Die Informationen zur Mortalität kamen aus dem landesweiten Todesursachenregister.
  • Finanzierung: European Council; Swedish Research Council; Swedish Cancer Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Nachbeobachtung dauerte median 61,6 Monate, mit 2.669 brustkrebsbezogenen Todesfällen.
  • Simvastatin war das am häufigsten verwendete, verschriebene Statin (82 %–93 %).
  • Statinverwendung vor Diagnose:
    • Die regelmäßige Verwendung von Statinen (vs. keiner oder unregelmäßiger Verwendung) war mit einem um 23 % niedrigeren Risiko für eine brustkrebsbezogene Mortalität assoziiert (HR: 0,77; p = 0,014).
    • Eine hohe Verwendung von Statinen (vs. keiner Verwendung) war mit einem um 16 % niedrigeren Risiko für eine brustkrebsbezogene Mortalität assoziiert (HR: 0,84; p = 0,022).
  • Statinverwendung nach Diagnose:
    • Die Verwendung von Statinen (vs. keiner Verwendung) war mit einem um 17 % niedrigeren Risiko für eine brustkrebsbezogene Mortalität assoziiert (HR: 0,83; p = 0,001).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.