Verringerung des Demenzrisikos: WHO-Leitlinie


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Vitamine B und E, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und die zusätzliche Einnahme von Multikomplexprodukten sollten nicht empfohlen werden, um das Risiko für kognitiven Abbau zu verringern, besagt eine neue, diese Woche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte Leitlinie

Die neue Leitlinie soll Ärztinnen und Ärzten als Wissensbasis dienen, um Patienten darüber zu beraten, was sie zur Vorbeugung von kognitivem Abbau und Demenz unterstützend tun können. Außerdem enthält sie Empfehlungen zu Aspekten wie Gewichtsmanagement, Ernährungsinterventionen und Management von Begleiterkrankungen. 

Die Autoren empfehlen das Angebot von Interventionen zur Raucherentwöhnung, da dies neben weiteren Gesundheitsvorteilen helfen kann, das Risiko für kognitiven Abbau und Demenz zu verringern. Sie geben eine bedingte Empfehlung für das Angebot von kognitivem Training für ältere Erwachsene mit normaler Kognition und mit leichter kognitiver Beeinträchtigung ab, um das Risiko für kognitiven Abbau und/oder Demenz zu verringern.

Den Autoren nach gebe es nicht ausreichend Evidenz für eine Empfehlung der Anwendung von Antidepressiva zur Verringerung des Risikos für kognitiven Abbau und/oder Demenz bei Patienten mit normaler Kognition oder leichter kognitiver Beeinträchtigung und einer depressiven Störung. Es gebe auch nicht ausreichend Evidenz für eine Empfehlung des Einsatzes von Hörgeräten zur Verringerung des Risikos für kognitiven Abbau.