Veliparib verzögert die Progression beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

  • Coleman RL & al.
  • N Engl J Med
  • 28.09.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Veliparib als Zusatz zur Frontline-Induktionschemotherapie und anschließende Gabe als Single-Agent-Erhaltungstherapie verbessert das PFS signifikant gegenüber alleiniger Chemotherapie beim fortgeschrittenen high-grade serösen Ovarialkarzinom.

Warum das wichtig ist

  • Zusammen mit den Daten für Niraparib sprechen die Ergebnisse für PARP-Inhibitoren als den neuen Standard bei der Frontline-Therapie. 

Studiendesign

  • Multinationale, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie der Phase 3 an 1140 Patienten mit fortgeschrittenem high-grade serösem epithelialem Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primärem peritonealem Karzinom.
  • Patienten wurden 1:1:1 randomisiert einer Behandlung mit alleiniger Chemotherapie (Carboplatin+Paclitaxel), Veliparib+Chemotherapie, oder Veliparib+Chemotherapie mit Veliparib-Erhaltungstherapie (durchgehende Gabe von Veliparib) zugeteilt.  
  • Finanzierung: AbbVie.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres Follow-up war 28 Monate.
  • Die durchgehende Gabe von Veliparib verbesserte signifikant das mittlere PFS gegenüber alleiniger Chemotherapie in der:
    • BRCA-mutierten Kohorte (34,7 vs. 22,0 Monate; HR 0,44; P
    • Homologen Rekombination-defizienten Kohorte (31,9 vs. 20,5 Monate; HR 0,57; P
    • Intent-to-Treat-Population (23,5 vs. 17,3 Monate; HR 0,68; P
  • Veliparib+Chemotherapie allein zeigte keine signifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zu alleiniger Chemotherapie.
  • Die häufigsten Nebenwirkungen Grad 3/4 waren bei:
    • Durchgehender Veliparib-Gabe vs. alleiniger Chemotherapie: Neutropenie (58% vs. 49%), Anämie (38% vs. 26%), Thrombozytopenie (28% vs. 8%) und Leukopenie (18% vs. 9%).
    • Veliparib-Monotherapie: Neutropenie (62%), Anämie (41%), Thrombozytopenie (31%) und Leukopenie (12%).

Einschränkungen

  • Die OS-Daten waren unausgereift.