Vaginale Brachytherapie + Chemo bei serösem Endometriumkarzinoms mit Nutzen für Gesamtüberleben verknüpft

  • Tatebe K & et al.
  • Gynecol Oncol
  • 11.10.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine adjuvante vaginale Brachytherapie (VBT) + Chemotherapie (CT) und eine externe Strahlentherapie (EBRT) erzielten bei einer Gesamtkohorte von Patientinnen mit Endometriumkarzinom im Frühstadium ähnliche 5-Jahres-Raten für das Gesamtüberleben (OS).
  • Eine VBT + CT zeigte nur bei Patientinnen mit seröser Histologie einen OS-Nutzen.

Warum das wichtig ist

  • Eine Selektion der Patientinnen mittels Risikomerkmalen könnte diejenigen identifizieren, die voraussichtlich am meisten von einer Chemotherapie profitieren würden.

Studiendesign

  • 4.602 Patientinnen mit einem hohen mittleren Risiko und Endometriumkarzinom im Frühstadium, die sich einer Operation unterzogen hatten, erhielten entweder VBT + CT oder EBRT.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Dauer der Verlaufskontrolle betrug 34 Monate.
  • Das 5-jährige OS bei Patientinnen mit endometrioider, seröser und klarzelliger Histologie betrug 79,3 %, 69,9 % bzw. 73,9 % (p = 0,028).
  • Insgesamt war eine EBRT mit einem schlechteren 3-jährigen OS (89,6 % vs. 87,8 %; HR: 1,24; p = 0,044) und im Vergleich mit VBT + CT mit einem ähnlichen 5-jährigen OS (78,1 % vs. 76,7 %; p = 0,17) assoziiert.
  • Subanalyse:
    • Nur Patientinnen mit serösem Karzinom wiesen mit EBRT ein schlechteres OS auf als mit VBT + CT (n = 1.002; HR: 1,76; p = 0,006).
    • Eine EBRT verbesserte das Überleben bei Patientinnen mit hochgradig endometrioider Histologie ohne Lymphknotendissektion (HR: 0,35; 95 %-KI: 0,16–0,73). Das Vorhandensein einer lymphovaskulären Raumforderung verbesserte das OS zusätzlich (HR: 0,14; 95 %-KI: 0,03–0,63).
  • Zwischen den 2 Behandlungen bei Patientinnen mit klarzelliger Histologie wurde kein Unterschied im OS beobachtet (HR: 0,94; 95 %-KI: 0,31–2,81).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.