USPSTF nimmt AI in die Liste brustkrebsrisikosenkender Arzneimittel auf

  • USPSTF

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • In einem Erklärungsentwurf der US Preventive Services Task Force (USPSTF) wurden Aromataseinhibitoren (AI) in die Liste empfohlener risikosenkender Arzneimittel aufgenommen, die Ärzte postmenopausalen Frauen mit einem erhöhten Risiko für invasiven ER(Östrogenrezeptor)-positiven Brustkrebs anbieten können, vorausgesetzt, sie tragen ein niedriges Risiko für die Nebenwirkungen der Arzneimittel.

Warum das wichtig ist

  • Mit diesem Empfehlungsentwurf wird eine neue Arzneimittelklasse mit ganz eigenem Sicherheitsprofil gegenüber dem bislang empfohlenen Tamoxifen und Raloxifen aufgenommen.
  • Es wurde keine Präferenz angegeben.

Wichtigste Punkte

  • AI senkten nachweislich die Inzidenz von invasivem ER-positivem Brustkrebs um 16 Ereignisse pro 1.000 Frauen, die den Wirkstoff (Exemestan oder Anastrozol) 5 Jahre lang erhielten.
  • AI gehen mit leichten bis mittelschweren Nebenwirkungen einher, unter anderem mit Hitzeanfällen, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, gastrointestinalen Symptomen und der Möglichkeit eines Schlaganfalls oder einer Fraktur.
  • Im Entwurf der USPSTF ist kein einzelner Cutoff-Wert zur Definition derjenigen genannt, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, er verweist jedoch darauf, dass Frauen mit einem Brustkrebsrisiko von mindestens 3 % in den nächsten 5 Jahren sehr wahrscheinlich eher einen Nutzen als einen Schaden erleben werden.
  • Der Empfehlungsentwurf der USPSTF enthält eine detaillierte Ergebnissynthese.