USPSTF gibt neue Richtlinien für das Zervixkarzinom-Screening heraus

  • US Preventive Services Task Force
  • JAMA
  • 21.08.2018

  • Oncology guidelines update
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Erkenntnis

  • Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat Empfehlungen zum Screening auf Zervixkarzinom herausgegeben.
  • Die USPSTF empfiehlt bei Frauen im Alter von 21 bis 65 Jahren alle 3 Jahre ein Screening mit Zervixzytologie. Frauen im Alter von ≥ 30 Jahren haben die Möglichkeit, alle 5 Jahre einen Hochrisiko-HPV(hrHPV)-Test oder ein Co-Testing durchzuführen, was im Gegensatz zur Entwurfsfassung der Empfehlungen steht.

Wesentliche Empfehlungen

  • Frauen im Alter von 21–29 Jahren sollten alle 3 Jahre mit Zervixzytologie (Grad A) gescreent werden.
  • Frauen im Alter von 30–65 Jahren sollten alle 3 Jahre mit Zervixzytologie oder alle 5 Jahre mit hrHPV ± Zytologie (Grad A) gescreent werden.
  • Ein Screening wird bei Frauen im Alter von  65 Jahren, die bereits vorher ein entsprechendes Screening erhalten hatten und kein hohes Risiko für ein Zervixkarzinom haben, sowie bei Frauen, die sich einer Hysterektomie mit Entfernung des Gebärmutterhalses unterzogen und keine frühere hochgradig präkanzeröse Läsion oder ein Zervixkarzinom hatten (Grad D), nicht empfohlen.
  • Diese Empfehlungen gelten nicht für Frauen mit hochgradig präkanzeröser Zervixläsion oder mit Zervixkarzinom, Frauen mit Diethylstilbestrol-Exposition im Mutterleib oder mit einem beeinträchtigten Immunsystem.

Evidenzprüfung

  • Der USPSTF-Evidenzbericht kam zu dem Schluss, dass hrHPV-Tests und Co-Testing im Vergleich zur Zytologie mit höheren Erkennungsraten zervikaler intraepithelialer Neoplasien von Grad 3 oder schlechter, dafür jedoch mit erhöhten falsch-positiven Kolposkopie-Raten assoziiert waren.