Urothelkarzinom: VTE-Risiko höher mit Gemcitabin/Cisplatin

  • Ramos JD & al.
  • BJU Int
  • 22.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Krebs der Harnwege war Gemcitabin + Cisplatin mit einem höheren Risiko für die Entstehung einer venösen Thromboembolie (VTE) assoziiert als Methotrexat/Vinblastin/Doxorubicin/Cisplatin (MVAC) und Gemcitabin + Carboplatin (CarboG).
  • Eine VTE war mit einem schlechteren Gesamtüberleben (OS) als keine VTE assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen dafür, dass für Hochrisikopatienten Gemcitabin/Cisplatin möglicherweise kein geeignetes Behandlungsschema ist und eine VTE-Prophylaxe von Nutzen wäre.  

Studiendesign

  • Studie von 5.594 Patienten mit Urothelkarzinom der Harnblase aus der SEER( Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Medicare-Datenbank, die eine Chemotherapie erhielten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Innerhalb von 120 Tagen nach Beginn der Chemotherapie betrug die Inzidenz von VTE:
    • 15,3 % mit Gemcitabin + Cisplatin
    • 8,7 % mit MVAC und
    • 12,0 % mit CarboG.
  • Im Vergleich mit Gemcitabin + Cisplatin waren MVAC (OR: 0,60; p = 0,02) und CarboG (OR: 0,71; p 
  • Eine VTE innerhalb von 120 Tagen seit Beginn der Chemotherapie war mit einem schlechteren OS allgemein als auch für jede einzelne Therapie assoziiert (p 
  • Eine asiatische Herkunft (adjustierte Odds Ratio [aOR]: 0,39; 95 %-KI: 0,19–0,80), eine Therapie vor einem operativen Eingriff (aOR: 0,68; p = 0,01), eine Nierenfunktionsstörung (aOR: 1,47; p = 0,01) und eine VTE in den 6 Monaten davor (aOR: 10,94; p 

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.