Urothelkarzinom: Enfortumab-Vedotin aktiv nach Platin- und anti-PD-1/L1-Therapie

  • Rosenberg JE & al.
  • J Clin Oncol
  • 29.07.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Enfortumab-Vedotin erreichte eine 44%ige objektive Responserate (ORR) bei Patienten mit metastasiertem/lokal fortgeschrittenem Urothelkarzinom, die sowohl unter Platin-Chemotherapie und anti-programmed cell death protein 1- oder anti-programmed cell death ligand 1-Therapie (anti-PD-1/L1-Therapie) refraktär waren.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse bilden die Basis für eine beschleunigte FDA-Zulassung (US Food and Drug Administration).
  • Eine Phase 3-Studie läuft derzeit.

Studiendesign

  • Die Phase 2-Studie EV-201 untersuchte Enfortumab-Vedotin bei 125 Patienten mit lokal fortgeschrittenem (n=13) oder metastasiertem (n=112) Urothelkarzinom, die zuvor mit platinbasierter Chemotherapie und anti-PD-1/L1-Therapie behandelt wurden.
  • Finanzielle Förderung: Seattle Genetics, Astellas Pharma.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die durchschnittliche Beobachtungsdauer war 10,2 Monate.
  • Die gesicherte ORR war 44% (komplette Response 12%).
  • Die durchschnittliche Dauer bis zur Response war 1,84 Monate und die Response hielt im Schnitt 7,6 Monate an (Intervall 0,95-11,3+).
  • Objektive Response wurde beobachtet bei:
    • Patienten mit Lebermetastasen (38%);
    • Patienten mit ≥3 vorangegangenen Therapielinien;
    • Vorherigen anti-PD-1/L1-Respondern (56%) und Nonrespondern (41%).
  • Das geschätzte durchschnittliche PDF betrug 5,8 Monate (95% KI 4,9-7,5).
  • Das Gesamtüberleben betrug 11,7 Monate (95% KI 9,1-nicht erreicht).
  • Behandlungsbedingte Nebenwirkungen (TRAEs) waren Fatigue (50%), periphere Neuropathie (50%) und Alopezie (49%).
  • Die häufigsten TRAEs ≥ Grad 3 waren Neutropenie (8%), Anämie (7%) und Fatigue (6%).
  • 32% der Patienten benötigten eine Dosisreduktion und 12% brachen die Behandlung ab.

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.