Unterarmfrakturreponierung bei Kindern? Diese Faktoren prognostizieren Scheitern

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Erkenntnis

  • Die Reponierung einer Unterarmfraktur in der Notaufnahme (NA) scheitert mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Kindern, die z. B. älter sind, eine Refraktur oder eine offene Fraktur aufweisen.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu einem Drittel der Frakturen im Kindesalter betreffen den Unterarm.
  • Es fehlen definitive Empfehlungen hinsichtlich der chirurgischen Vorgehensweise, es wird bevorzugt, eine Operation zu vermeiden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Medianes Alter: 8,1 Jahre
  • Eine Reponierung scheiterte bei 11,7 % (n = 44).
  • Von dieser Gruppe wiesen 95,5 % (n = 42) sowohl eine Radius- als auch eine Ulnafraktur auf.
  • Insgesamt waren bei 259 Patienten beide Knochen gebrochen.
  • Unabhängige Prädiktoren für ein Versagen der Reponierung, bereinigte OR:
    • Refraktur: 17,6 (95 %-KI: 3,2–96,2); p < 0,001
    • Offene Fraktur: 10,1 (95 %-KI: 1,8–55,3); p = 0,007
    • Fraktur des Mittelschafts: 2,6 (95 %-KI: 2,0–6,8); p = 0,004)
    • Rate einer radialen Translation um ≥ 37 % in beiden Ebenen: 5,1 (95 %-KI: 1,6–15,9); p = 0,004)
    • Alter ≥ 10 Jahre: 2,9 (95 %-KI: 1,2–7,1), p = 0,01
  • Die Autoren leiteten einen Score zur Stratifizierung der Patienten nach Risikofaktoren ab.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie mit Kindern, die in einer NA der tertiären pädiatrischen Versorgung der geschlossenen Reponierung einer extraartikulären Unterarmfraktur unterzogen wurden (n = 375)
  • Die Verfahren umfassten Sedierung, Fluoroskopie sowie das Eingipsen und wurden von Assistenzärzten für Orthopädie durchgeführt.
  • Physikalisch bedingte Frakturen und Salter-Harris-Frakturen vom Typ 1 wurden ausgeschlossen.
  • Ergebnis: Scheitern einer geschlossenen Reponierung (Notwendigkeit eines operativen Eingriffs innerhalb von 6 Wochen nach dem Reponierungsversuch in der NA)
  • Finanzierung: Keine Angaben

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobengröße und große Konfidenzintervalle