Unter jüngeren Männern erhalten Patienten mit Diabetes mit höherer Wahrscheinlichkeit eine ED-Behandlung

  • Stedman M & al.
  • Int J Clin Pract
  • 19.05.2020

  • von Miriam Tucker
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Jüngere Männer mit Diabetes erhalten mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Behandlung wegen Erektionsstörungen (ED) als jüngere Männer ohne Diabetes.

Warum das wichtig ist

  • ED verringert die Lebensqualität.
  • Der Einsatz von Phosphodiesterase-Typ 5-Inhibitoren bei Erektionsstörungen (ED) variiert stark.

Studiendesign

  • Analyse von Daten zur Verschreibung aller relevanten Wirkstoffe (Sildenafil, Tadalafil, Avanafil, Vardenafil) durch Allgemeinmediziner in England von 2018–2019, mit einer Untersuchung der Variation über 5.761 Arztpraxen hinweg.
  • In den Praxen wurden insgesamt 25,8 Millionen Männer behandelt, darunter 16,4 Millionen im Alter von ≥ 30 Jahren und 4,2 Millionen im Alter von ≥ 65 Jahren.
    • 1,4 Millionen hatten Typ-2-Diabetes (T2D) und 137.000 Typ-1-Diabetes (T1D).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die genannten Wirkstoffe wurden 540.000 Patienten basierend auf der Beschränkung des National Health Service auf 1 Tablette/Anwender/Woche bei ED im Gegenwert von jeweils ~29 £/Jahr verschrieben. Dies entspricht Verschreibungen von 2,5 Rezepten/Woche an ~18 Patienten durch jeden Allgemeinarzt.
  • Nach Bereinigung um die Anzahl männlicher Patienten im Alter von > 30 Jahren variierten die Praxen um das 2,7-Fache zwischen den höchsten (2,6 Tabletten/Anwender/Jahr) und niedrigsten (0,96 Tabletten/Anwender/Jahr) Dezilen.
  • Das Regressionsmodell erklärte nur 14 % der Unterschiede zwischen den Praxen.
  • Die meisten wurden Männern ≥ 65 Jahren ohne Diabetes verschrieben (3,92 Tabletten/Anwender/Jahr).
  • Die Prävalenz der Behandlung war bei Männern mit T1D am höchsten (7,05 Tabletten/Anwender/Jahr).
  • Die Verschreibung war bei Männern im Alter von

Einschränkungen

  • Falls die Ärzte übermäßig verschreiben, könnte die Gesamtzahl der Anwender signifikant niedriger sein.