Umfrage: Bundesbürger für pauschales Vergütungssystem

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Hamburg (pag) – Drei Viertel der Bundesbürger befürworten ein pauschales Vergütungssystem im Gesundheitswesen, dass die Qualität der Betreuung und präventive Maßnahmen belohnt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Asklepios Kliniken.

 

Ein pauschales Vergütungssystem pro Kopf für Gesundheitsdienstleistungen von Kliniken oder Ärzten für einen bestimmten Zeitraum gibt es in der Schweiz und Großbritannien. Das „Capitation“ genannte Modell in diesen Ländern belohnt die Qualität der Betreuung und präventive Maßnahmen. Für ein solches Modell sind 75 Prozent der Bundesbürger. Das hat eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Befragten des Instituts Toluno im Auftrag der Asklepios Kliniken ergeben.

Vor allem junge Menschen unter 30 Jahren (85 Prozent) sprechen sich dafür aus. Bei den über 60-Jährigen sind es deutlich weniger (65 Prozent). Personen, die ihren Gesundheitszustand als „schlecht“ einschätzen, sind skeptisch, bei ihnen sind nur 44 Prozent dafür. Ein gutes Drittel fürchtet, das dieses Modell zulasten chronisch Kranker gehen könnte. Das Modell sei etwas für gesundheitsbewusste Menschen, sagen zwei Drittel der Befragten. Ein gutes Drittel (38 Prozent) hofft, dass mit dem Modell überflüssige Behandlungen vermieden werden. Prävention ist Teil des „Capitation“-Modells: Fast drei Viertel (72 Prozent) sind dafür, dass dem Hausarzt dabei die entscheidende Kompetenz zukommt. Berät er seine Patienten dazu, ist die Mehrheit (61 Prozent) sehr motiviert, aktiv zu werden. In der Umfrage stimmt nur jeder zweite Befragte zu, dass der Hausarzt sich schon jetzt aktiv darum kümmere, dass seine Patienten gesund leben. 

Obwohl nur jeder zehnte Befragte das „Capitation“-Modell kennt, ist Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA., davon überzeugt, dass die Ergebnisse für eine Zustimmung der Bundesbürger für das Modell sprechen.