Umfrage bei Beschäftigten im Gesundheitswesen in Europa offenbart mangelndes Wissen und Problembewußtsein zu Antibiotika


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Die Kenntnisse und das Bewusstsein für Antibiotikaresistenzen und damit zusammenhängende Probleme sind bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen in Europa im Allgemeinen hoch, wie die erste europäische Umfrage zeigt, in der Einstellungen und Verhaltensweisen hinsichtlich Antibiotikaresistenzen in dieser Gruppe untersucht wurden. Die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Auftrag gegebene Studie hat jedoch auch wichtige Wissenslücken offenbart.

Um das Wissen zu Antibiotikaresistenzen mit Relevanz für die menschliche Gesundheit zu untersuchen, wurden den 18.365 Teilnehmern sieben Richtig-Falsch-Fragen gestellt; nur 58% konnten alle sieben richtig beantworten. Je nach Land und Beruf gab es erhebliche Unterschiede in den Punktzahlen.

Immerhin gaben 97% der Befragten korrekterweise an, dass Antibiotika gegen Erkältungen und Influenza nicht wirksam sind, was deutlich über dem Wissen in der Allgemeinbevölkerung liegt.

Das Wissen über den Einsatz von Antibiotika und die Antibiotikaresistenz war hoch;  mehr als 89% der Befragten kannten den Zusammenhang zwischen Verschreibung, Abgabe und Verabreichung von Antibiotika und dem Auftreten und der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen.

Von den Beschäftigten im Gesundheitswesen mit direktem Patienten- oder Öffentlichkeitskontakt gaben 25% an, dass sie keinen einfachen Zugang zu Leitlinien zum Infektionsmanagement haben; 33% gaben an, keinen einfachen Zugang zu Materialien zum umsichtigen Einsatz von Antibiotika und zur Antibiotikaresistenz zu erhalten.

Die Studie wurde anlässlich des Europäischen Tages zur Aufklärung über Antibiotika am 18. November veröffentlicht.