Ultraschall zum Mammogramm könnte mehr schaden als nützen

  • JAMA Intern Med

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine zusätzliche Ultrasonographie zur Screening-Mammographie ist mit einer Verdopplung falschpositiver Biopsien, aber nicht mit einer höheren Krebserkennungsrate assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse stellen die Praxis einer Ultrasonographie plus Mammographie am gleichen Tag infrage, eine Praxis, die aufgrund der neuen staatlichen Gesetze Schule macht, die eine Kostenübernahme der Versicherungsträger beider Verfahren für Frauen mit dichten Brüsten vorsehen.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 2 Registern des Breast Cancer Surveillance Consortium, in der 6.081 Ultraschallaufnahmen plus Screening-Mammogramme mit 30.062 mittels Propensity-Matching darauf abgestimmten Mammogrammen ohne Ultraschallaufnahmen verglichen wurden.
  • Finanzierung: Breast Cancer Surveillance Consortium; American Cancer Society; NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Ultrasonographie plus Mammographie (vs. Mammographie allein) wurde häufiger bei Frauen mit dichten Brüsten, Frauen im Alter von
  • Kein Unterschied zwischen Ultrasonographie plus Mammographie (vs. Mammographie allein) in der Krebserkennungsrate (5,4 vs. 5,5 pro 1.000 Screens; adjustiertes relatives Risiko [RR]: 1,14; 95 %-KI: 0,76–1,68).
  • Eine Ultrasonographie plus Mammographie (vs. Mammographie allein) war mit einer doppelt so hohen Rate falschpositiver Biopsien assoziiert (RR: 2,23; 95 %-KI: 1,93–2,58), mit einer entsprechenden Abnahme des positiven prädiktiven Werts der Biopsie-Empfehlung (9,5 % vs. 21,4 %; RR: 0,50; 95 %-KI: 0,35–0,71).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.