Ultraschall-basierter Diagnoseansatz bei Verdacht auf Prostatakarzinom

  • Wagensveld IM & al.
  • Eur Urol

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Risikoangepasste Ultraschall (US)- und MRT-gesteuerte Verfahren entdecken ähnliche Raten an Krebserkrankungen der Gradgruppe (GG) ≥2 bei biopsienaiven Männern mit Verdacht auf Prostatakarzinom.

Warum das wichtig ist

  • Der Ultraschall-basierte Ansatz kann dort eingesetzt werden, wo keine Kapazitäten oder Fachkenntnisse für die Prostata-MRT vorhanden sind.

Studiendesign

  • Prospektive Multicenterstudie (MR-PROPER) zu 1965 biopsienaiven Männern mit Verdacht auf Prostatakarzinom, die sich entweder einer Ultraschall-basierten Risikobewertung, gefolgt von Ultraschall-geführten systematischen Biopsien (US-Arm; n=950), oder einer MRT-Untersuchung mit einer Risikobewertung gemäß Prostate Imaging Reporting and Data System, gefolgt von einer gezielten Biopsie bei positivem MRT-Befund (MRT-Arm; n=1.015), unterzogen.
  • Finanzierung: Netherlands Organization for Health Research and Development.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die US- und MRT-Verfahren entdeckten einen ähnlichen Anteil an Fällen mit GG ≥2 (25% vs. 24%; Unterschied 1,2%; p=0,5).
  • Die US-Methode entdeckte eine höhere Anzahl von Tumoren mit GG 1 als die MRT-Methode (13% vs. 8,3%; Unterschied 4,5%; p<0,01).
  • Bei der US-Methode wurden weniger Biopsien vermieden als bei der MRT-Methode (42% vs. 55%; Unterschied -13%; p<0,01).
  • Bei Männern mit erhöhtem Risiko wurden in der MRT-Gruppe mehr Tumorfälle mit GG ≥2 entdeckt als in der US-Gruppe (52% vs. 43%; Unterschied 9,2%; p<0,01).

Einschränkungen

  • Selektionsbias.