Überweisungsscheine sind bares Geld wert


  • Presseagentur Gesundheit (pag)
  • Praxisnachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag) – Der Überweisungsschein ist seit dem 11. Mai ein wichtiges Dokument. Denn mit ihm bekommen Ärzte Leistungen extrabudgetär vergütet.

Seit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes gilt: Fachärzte, die Patienten behandeln, die von Hausärzten oder Terminservicestellten (TSS) vermittelt wurden, bekommen das Honorar dafür nun extrabudgetär. Wichtig für die Abrechnung: Die Fälle müssen dafür natürlich gekennzeichnet sein. Vor allem aber muss ein Überweisungsschein vorliegen, der entsprechend den üblichen Fristen aufzubewahren ist.

Wird der Patient durch einen Hausarzt vermittelt, muss die Überweisung eine fachärztliche Behandlung als dringend bezeichnen, Bagatellerkrankungen dürfen nicht vorliegen. In der Facharzt-Praxis sind die Patienten entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als Haus-Facharzt-Vermittlungsfall zu kennzeichnen. Ebenso ist zu verfahren, wenn Patienten von den TSS in die Praxis vermittelt werden: Auch diese Fälle sind im Praxisverwaltungssystem nach den Anweisungen der KVen zu kennzeichnen. Beachtet werden sollten die Einschränkungen, auf die die Kassenärztlichen Vereinigungen hinweisen. Die KV Berlin betont, dass Haus-Facharzt-Überweisungen innerhalb einer Berufsausübungsgemeinschaft nicht möglich sind.

Ab 1. September gibt es für Haus- und Fachärzte im Übrigen für TSS-Patienten noch Zuschläge auf die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale. Diese sind danach gestaffelt, wie lange die Patienten auf einen Termin warten müssen. Haus-, Kinder- und Jugendärzte bekommen zudem zehn Euro extrabudgetär, wenn sie Patienten erfolgreich einen Facharzttermin vermitteln.