Überwachung von GIST mit bildgebenden Verfahren: ein vereinfachtes, praktisches Protokoll

  • Alessandrino F & al.
  • Clin Radiol
  • 22.07.2019

  • Oncology guidelines update
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Erkenntnis

  • Ein vereinfachtes Protokoll wurde für die auf Aufnahmen beruhende Verlaufskontrolle von Patienten mit einem resezierten Tumor des Gastrointestinalstromas (GIST) vorgeschlagen.

Warum das wichtig ist

  • Es existiert kein Konsens zum optimalen Überwachungsansatz.
  • Die Autoren konzentrierten sich auf Richtlinien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) und der European Society of Medical Oncology-European Network for Rare Adult Solid Cancers (ESMO-EURACAN).

Wichtigste Punkte

  • Mit Ausnahme von Tumoren mit hohen Mitosezahlen empfehlen die Autoren keine adjuvante Imatinib-Therapie für Patienten mit einem GIST mit sehr niedrigem oder niedrigem Risiko.
  • Bei Tumoren mit sehr niedrigem Risiko sowie bei resezierten Tumoren von ≤ 2 cm ist eine Verlaufskontrolle in Intervallen von 12 Monaten ausreichend.
  • Bei Tumoren mit niedrigem Risiko zwischen > 2 cm und ≤ 5 cm empfehlen die Autoren über 5 Jahre alle 5 Monate eine CT-Bildgebung.
  • Bei Tumoren von > 5 cm und Tumoren mit mittelgradigem oder hohem Risiko schlagen die Autoren eine adjuvante Behandlung mit Imatinib über mindestens 3 Jahre vor. Patienten mit mittelgradigem und hohem Risiko sollten im ersten Jahr alle 3 Monate und über die nächsten 2 Jahre alle 6 Monate bildgebend untersucht werden.
  • Nach der adjuvanten Imatinib-Therapie sollten Patienten mit mittelgradigem Risiko 10 Jahre lang jährlich, Patienten mit hohem Risiko 10 Jahre lang alle 6 Monate untersucht werden.
  • Indolente GIST wie jene, die einen Succinat-Dehydrogenase-Mangel aufweisen oder mit Syndromen assoziiert sind, benötigen eine längere, dafür aber weniger häufige (jährliche) Verlaufskontrolle mit bildgebenden Verfahren.